Am 17.01.2011 wurde bei mir eine Lungenvenenisolation durchgeführt, die auch erfolgreich verlief-bis zum 05.02., danach hatte ich wieder Vorhofflimmern im linken Vorhof.
Ich möcht eine weitere Ablation durchführen, da aber mein Vertrauen (aus anderen Gründen) in die Klinik nicht mehr gegeben ist, möchte ich diese von einem anderen Arzt durchführen lassen.
Kann dieser beim einführen des Katheders erkennen, an welchen Stellen die Verödung durchgeführt wurde und somit an die vorherige Ablation anknüpfen?.
Danke
Dieter Fleck
Antworten
Pulmonalvenenisolation
Nach einer Katheterablation von Vorhofflimmern, die zumeist eine Lungenvenenisolation beinhaltet, treten häufig in den ersten Wochen nach der Ablation noch Episoden von Vorhofflimmern auf. Dies hängt wahrscheinlich mit Entzündungsreaktionen im Bereich der Vorhofmuskulatur zusammen, die in dieser Phase nach einer Katheterablation entstehen. Bei vielen Patienten sind diese Episoden von Vorhofflimmern nur vorübergehend und im Langzeitverlauf tritt dann kein Vorhofflimmern mehr auf. Sollte es auch nach dieser Phase, die in der Regel mit ca. 2-3 Monaten anberaumt wird noch zu Vorhofflimmerepisoden kommen, sind diese für den Langzeitverlauf schon relevant. Ab diesem Zeitpunkt kann die Überlegung einer zweiten Katheterablation sinnvoll sein.
Im Rahmen einer zweiten Katheterablation kann der untersuchende Arzt zum Teil erkennen, wo beim ersten Mal verödet wurde. Teilweise ist dies jedoch auch nur aus dem Katheterbericht der letzten Behandlung zu ersehen. Es ist daher in jedem Fall sinnvoll, Vorbefunde der letzten Behandlung mitzubringen, da zumeist versucht werden wird an die letzte Ablation anzuknüpfen und ggf. diese zu erweitern.
Da bei Ihnen die neuerliche Episode von Vorhofflimmern 16 Tage nach der ersten Katheterablation auftrat, empfehlen wir Ihnen, diese vorerst in einer rhythmologischen Klinik medikamentös behandeln zu lassen und die ersten Wochen nach der Ablation abzuwarten. Sollte es nach 2-3 Monaten weiterhin zu Vorhofflimmerepisoden kommen, könnte eine Zweitablation für Sie sinnvoll sein. In diesem Fall ist es ratsam der behandelnden Klinik die Vorbefunde mitzubringen.
Ihr Prof. Dr. Haverkamp und Team
Charité- Universitätsklinikum Berlin
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