Ich hatte am 17.01.2011 eine Lungenvenenisolation durchführen lassen.
Am 05.02. 11 waren die Herzrythmusstörungen wieder da. Ich bin 61 und habe 2 Kardioversionen hinter mir jeweils hielt das Ganze nur 10 Tage. Ich testete Multaq und Fleccanid, außer Nebenwirkungen kam mein Herz nicht in den Sinusrythmus.
Gibt es vielleicht bessere Medikamente ohne entsprechende Nebenwirkungen und wie groß ist die Chnace, dass mein Herz wieder normal schlägt, sodaß ich keinen neuerlichen Kathedereingriff vornehmen lassen muss.
Mit frteundlichen Grüßen
Dieter Fleck
Antworten
Vorhofflimmern und Katheterablation
Nach einer Katheterablation von Vorhofflimmern kommt es häufig in den ersten Wochen noch zu Episoden von Vorhofflimmern, die für den Langzeitverlauf keine Rolle spielen. Sollte es auch später noch zu Vorhofflimmern kommen, macht in den meisten Konstellationen eine 2. Katherablation Sinn. In der Regel wird die Zeit dieser ersten Wochen mit der zusätzlichen Gabe eines den Herzrhythmus stabilisierenden Medikaments, wie bespielsweiser Flecainid oder Dronedaron überbrückt.
Wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie bereits vor der Ablation Flecainid und Dronedaron erhalten und nicht vertragen. Daher fallen diese beiden Medikamente jetzt weg. Vorübergehend könnte auch die Gabe von Amiodaron erfolgen, das zumeist sogar effektiver als die beiden genannten ist. Da im Rahmen der Langzeittherapie jedoch häufig irgendwann Nebenwirkungen unter Amiodaron auftreten, ist für die meisten, die nach einer ersten Katheterablation des Vorhofflimmerns noch unter Episoden von Vorhofflimmern leiden eine Zweitablation der sinnvollste Weg.
Wir empfehlen Ihnen daher sich jetzt nachdem die ersten Wochen nach der Ablation vorbei sind in einer rhythmologischen Klinik zur Verlaufskontrolle vorzustellen und ggf. eine zweite Ablation mit dem behandelnden Zentrum zu beprechen.
Ihr Prof. Dr. Haverkamp und Team
Charité- Universitätsklinikum Berlin
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