Häufge Durchfälle seit meiner letzten Fastenkur vor einem Jahr. Schädigt Saft-und Teefasten die Darmflora?

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von SamentaSamenta am 15.02.2013 um 22:21 Uhr

Häufig habe ich seit etwa einem Jahr breiigen, oft auch spritzenden Durchfall bis zu 3 mal am Tag. Außerdem leide ich oft unter Blähungen und die Gase riechen übel.
Fastenkuren mache ich seit ca. 15 Jahren aus Überzeugung meinem Körper damit etwas Gutes zu tun und sind mir auch immer gut bekommen.
Ich bin fast 50 Jahre alt und hatte bisher keinerlei Erkrankungen, nehme keine Medikamente und ernähre mich vernünftig, nasche allerdings gerne. Habe 5kg Übergewicht.
Ist es möglich, das meine Darmflora durch das Fasten geschädigt wurde? Bisher habe ich immer geglaubt, das ich meinen Darm entlaste und reinige durch so eine Kur.

Antworten

Saftfasten

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Hallo Samenta,
Beim Saftfasten trinkt man je nach Körpergewicht ca. einen Liter Saft pro Tag. Den Liter Saft sollte man mit Wasser verdünnen, da er dann verträglicher für den Körper ist. Der beste Saft beim Saftfasten ist natürlich frisch gepresst und aus biologischem Anbau. Zu dieser Saftkur darf Wasser und Kräutertee ohne Mengenbegrenzung getrunken werden.
Eine Fastenkur entlastet eigentlich den Darm.
Ihre Symptombeschreibung klingt nach einem Missverhältnis der Darmbesiedelung bzw. nach "Laeky Gut", einer löchrigen Darmwand. Doch wo kommt diese Verschiebung des gesunden Darmes her? Sollte es ein Candida albicans sein, so deutet dies auf eine Schwermetallbelastung (Amalgamfüllungen entfernt und nicht ausgeleitet; Palladium) Ihres Körpers hin. Das bedeutet: Candida zum Schutz des Körpers vor Schwermetallen. Diese gehören dann ausgeleitet, BEVOR (!) der Candida behandelt wird.
Es könnte auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zu Grunde liegen (z.B. Laktose, Weizen).
Ich würde 1.) zu einem Labor raten:
Stuhl untersuchen lassen
Leberwerte
Bauchspeicheldrüsenwerte
CRP - Entzündungsmaker
2.) Vorrübergehende Diät: Einfache Kohlenhydrate streichen (Zucker, Brot, auch Vollkornbrot); viel basisches wie Gemüse, Kartoffeln, Kräuter, Salat. Keine Milchprodukte, kein Fleisch und keine Zuckerersatzstoffe --> beobachten, was der Darm macht
3.) Schwermetallausleitung + Leberstärkung
4.) Darm/Darmschleimhautsanierung
5.) Ev. Ernährungsumstellung bei Unverträglichkeiten
MfG
G. Schramm

Darmmileusanierung

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Liebe Samenta,
zunächst steht die Bindung der Giftstoffe im Vordergrund. Heilerde, Aktivkohle oder ein Präparat aus Heidelbeerextrakt, Kohle und Kamille können dies leisten.
Ebenso wichtig ist die richtige Besiedlung der Darmschleimhaut mit der entsprechenden Darmflora.
Viel Zucker(und auch Fruchtsaft enthält Zucker) fördert das Wachstum von Darmpilzen, häufig Candida albicans. Ihnen kann der Boden entzogen werden mit Hilfe einer speziellen Diät: auf Kohlehydrate muss erstmal verzichtet werden. Das tägliche Trinken von ca 250ml Gemüsesaft hat sich als gut durchführbarer Basenschub bewährt, ersetzt aber keine basenreiche Ernährung.
Können die Kohlenhydrate im Dickdarm nicht entsprechend abgebaut werden, entstehen Fuselalkohole, die wieder resorbiert weden und die Leber belasten. Unzureichender Abbau von Eiweißstoffwechsel-produkten führt zur Bildung von giftigen Eiweißverbindungen wie Indol, Skatol und Kadaverin. Auch sie belasten wieder die Leber.

Eine Untersuchung des Stuhls auf eine Fehlbesiedlung und des Blutes auf Entzündungszeichen CRP und eine Leberbelastung solltest Du unbedingt veranlassen. Heißhunger auf Süßes kann auch ein Zeichen für Diabetes sein und sollte mit überprüft werden.

Viele Grüße
ullichri

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