Herzrythmusstörungen

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von Elea am 04.03.2011 um 8:50 Uhr an: Prof. Dr. Haverkamp und Team

Sehr geehrter Professor Haverkamp, nach diagnostizierter Herzmuskelentzündung mit 4mm Erguss im Herzbeutel im Oktober 2010 habe ich noch immer Beschwerden. Mein Herzschlag ist sehr schnell und ich empfinde das Herzschlagen als sehr heftig verbunden mit Aussetzern alle 10 - 15 Schläge. Bei geringster Anstrengung verschlimmern sich die Beschwerden. Insbesondere wenn ich zur Ruhe komme (-n will) sind diese Beschwerden besonders stark. So erschwert der schnelle Herzschlag und die Aussetzer mein Einschlafen erheblich und ich werde nachts öfter wach. Bereits im November war bei einem CT im Herzzentrum die Entzündung und der Erguss nicht mehr zu sehen. Anfang Februar war ich mit heftigen Rythmusstörungen im Gertrauden-KKH. Der Ultraschall des Herzens hat eine sehr geringe Wandbewegungsstörung der Herzspitze und eine leichte Undichtigkeit einer Herzklappe gezeigt. Der behandelnde Arzt sagte, dies haben 80% aller Frauen und es wäre nicht beunruhigend. Also alles altersgemäß (59 Jahre) in der Norm. Der Herzkatheder hatte ebenfalls keinen Befund an den Herzkranzgefäßen. Ich würde so gerne wieder Sport treiben (walken, radfahren und Muskelaufbau im Fitnessstudio). Leider fühle ich mich dazu noch immer nicht in der Lage. Bisoprolol habe ich nicht vertragen (Schwindel, Übelkeit) und Nebivolol nach sehr guter Gesamtverträglichkeit hat leider nach 3 Wochen zu starkem Juckreiz und Pusteln geführt. Seit einer Woche versuche ich es ohne Medikament, fühle mich aber damit sehr schlecht. Ich bin schon völlig verzweifelt. Was kann ich noch tun, damit sich mein Zustand wieder möglichst schnell verbessert? Für Ihre Antwort im Voraus herzlichen Dank!

Antworten

Herzmuskelentzündung und Herzrhythmusstörungen

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Nach einer Herzmuskelentzündung kann es zur Abnahme der Pumpfunktion bzw. auch zur Herzrhythmusstörungen kommen. Beide können zur Minderung der Lebensqualität bzw. zur Leistungseinschränkung führen. Wichtig ist, dass eine adäquate Herzinsuffizienztherapie solange durchgeführt wird, bis die Pumpfunktion des Herzen sich normalisiert. Bei einer bleibenden Narbe (die anscheinend bei Ihnen nicht besteht) würde eine Beta-Blocker Therapie zur Suppression von Herzrhythmusstörungen notwendig sein.

Die von Ihnen angegebenen Herzrhythmusstörungen müssen aber nicht unbedingt mit einer stattgehabten Herzmuskelentzündung vergesellschaft sein. In Ihrem Alter können auch Herzrhythmusstörungen in Form von Vorhofflimmern auftreten, die ebenfalls, die von Ihnen angegebenen Symptomatik machen können. Daher ist es wichtig, dass eine Dokumentation der Herzrhythmusstörung und durch einen niedergelassenen Kardiologen die entsprechende Diagnose und Therapie erfolgt.

Ihr Prof. Dr. Haverkamp und Team
Charité- Universitätsklinikum Berlin

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