Herzrythmusstörungen nach Sport

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von Zander63 am 24.01.2011 um 20:04 Uhr an: Prof. Dr. Haverkamp und Team

Sehr geehrter Herr Dr.Haverkamp
Ich habe nach dem Joggen,wenn der puls schon unten ist plötzliche sehr schnelle Herzfrequenz,ich habe dabei ein starkes unwohlsein,der Blutdruck geht über 200 ,bis ich im Krankenhaus bin,ist das EKG immer
top in Ordnung,nur der Blutdruck ist noch oben bei 160-190 und ich fühle mich schlecht(trockner mund,kribbeln in hände und füße,harndrang).Ich hatte das auch schon nachts um 2:30 oder nach einem halben Glas Rotwein,und ich trinke so gut wie garnicht.Mein Blutdruck ist immer erhöht 140/90,obwohl ich
Sport treibe und bei 1,83 -größe/gewicht 83kg ,48 jahrhabe.Wie komme ich zu einer Diagnose,da ich mich eingeschrenkt fühle und verunsichert bin.Nächste Woche bin ich wieder beim Kardiologen zum Fahrradfahren und er
wird wie immer nichts feststellen.Die abstände sind jetzt nur größer weil ich mich weniger belaste bis das geklärt ist.Wäre nicht wenigstens eine EPU möglich.Ich nehme keine tabletten da ich auch Schuppenflechte habe und die durch Beta-blocker schlimmer werden kann,und weil ich diese Rythmusstörungen zuletzt ende
November10 hatte,dafür aber heftig.24h EKG/Blutdruck/Blut hatte ich alles schon ohne befund.Behandelt wurdse ich im Klinikum Neubrandenburg(Notfall),mein Hausarzt ist [...von der Redaktion entfernt (Datenschutz)] in der [...von der Redaktion entfernt (Datenschutz)].

mit freundlichen Gruß R. G.

Antworten

Frage Herzrythmusstörungen

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Danke für diese ausführliche antwort,ich werde das mit dem Kardiologen besprechen und hoffe es gibt eine Diagnose.Falls
ich nicht weiterkomme,würde ich auch in der Charite behandelt
werden??Wenn ich eine überweisung vom Hausarzt habe??
Und an wen müßte ich mich wenden??

vielen Dank R. G.

Sehr geehrter Herr

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Sehr geehrter Herr G.,

mit einer Überweisung ihres Hausarztes an einen Kardiologen, ist die
Wahl des Kardiologen ihnen frei gestellt, damit können sie sich in
jeder kardiologischen Praxis bzw. Klinik vorstellen,
selbstverständlich auch in der Charite.

Ihr Prof. Dr. Haverkamp und Team
Charité- Universitätsklinikum Berlin

Herzrhythmusstörungen und Joggen

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Die Beschwerden, die Sie schildern klingen für uns sehr typisch nach paroxysmalem Vorhofflimmern. Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung, die es beim Menschen gibt. Typische Risikofaktoren, die zum Auftreten von Vorhofflimmern führen sind: Bluthochdruck, Genuss von Rotwein sowie intensiver Ausdauersport.
Es gibt unterschiedliche Verlaufsformen von Vorhofflimmern. Bei der Form des paroxysmalen Vorhofflimmerns endet die Rhythmusstörung nach einer gewissen Zeit von selber und ist dann, wenn man zum Arzt kommt im EKG häufig nicht mehr nachweisbar. Die beste Methode, um der Art der Herzrhythmusstörungen auf den Grund zu gehen ist, einen solchen Anfall im EKG aufzuzeichnen. Dies kann z.B. durch Langzeit-EKG Aufzeichnungen, auch über mehrere Tage erfolgen. Eine elektrophysiologische Untersuchung (EPU) kann in einigen Fällen von Herzrhythmusstörungen durchaus zur Sicherung der Diagnose beitragen (insbesondere plötzlich auftretendes Herzrasen, das sich regelmäßig anfühlt), ist allerdings im Fall von Vorhofflimmern nicht unbedingt zielführend.
Sollte auch wiederholte Langzeit-EKG Aufzeichnungen nicht helfen, käme als weitere Option die Implantation eines Ereignisrekorders in Betracht.

Ihr Prof. Dr. Haverkamp und Team
Charité- Universitätsklinikum Berlin

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