Mich belasten meine Herzrhythmusstörungen!!!

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von marie2009 am 07.02.2011 um 19:03 Uhr an: Prof. Dr. Haverkamp und Team

Liebes Ärzteteam,
ich habe vor kurzer Zeit schon mal geschrieben, weil mich tagtäglich diese blöden und unangenehmen Herzrhythmusstörungen belasten. Kardiologisch wurde ja schon alles abgeklärt, habe jetzt im Moment auch einen Event-Recorder, wo ich meine HRST aufzeichnen kann. Aber wahrscheinlich kommt auch da wieder nichts raus. Ich habe im Moment wahnsinnige Probleme mit meiner Brustwirbelsäule, bin auch in krankengymnastischer Behandlung, der Therapeut meinte, daß die Beschwerden nicht von der BWS kommen, sondern die ganze Muskulatur neben der BWS wäre verhärtet und verspannt. Heute habe ich zum Beispiel gemerkt als ich mit meinem Oberkörper nach vorne bin und wieder zurück, mehrmals HRST auftraten, ich habe das wirklich auch mehrmals hintereinander gemacht. In wie weit hängt denn der Rücken mit dem Herzen zusammen??? Können sie mir vielleicht Hoffnung machen, dás die HRST vom Rücken kommen??? Ich war in meinem ganzen Leben noch nie krank, und ich bin mit meiner Situation momentan total unglücklich, da ich wie schon gesagt auch vor drei Jahren meine Schwester verloren habe, ist meine Angst auch riesengroß. Ich hoffe sie können mir eine positive Antwort zukommen lassen.

Herzliche Grüße
Susanne Weber

Antworten

Herzrhythmusstörungen und Wirbelsäule

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Erkrankungen der Wirbelsäule oder der Rückenmuskulatur haben in der Regel keine direkten Auswirkungen auf das Herz. Sie können jedoch vielfältige Missempfindungen im Bereich des Brustkorbs und auch der Herzgegend verursachen, die gelegentlich als "Herzschmerzen" fehlgedeutet werden können.

Sie sprechen in Ihrer Frage jedoch von Rhythmusstörungen. Hier kann es durchaus sein, dass diese bei größeren Bewegungen des Oberkörpers, Husten, Schlucken oder "Pressen" ausgelöst werden. Dabei kann es sowohl zu einzelnem Herzstolpern (sogenannten Extrasystolen), als auch zu verlangsamtem Puls oder zur Auslösung von Herzrasen kommen. Da sie zum Zeitpunkt der Beschwerden, wie sie sagen, einen Event-Reorder trugen, empfehle ich Ihnen, sich bei ihrem Kardiologen zum Auslesen des Event-Recorders vorzustellen. Sie sollten Datum und Uhrzeit der geschilderten Beschwerden möglichst genau angeben. Dies ist die sicherste Möglichkeit, festzustellen, ob zum fraglichen Zeitpunkt eine Herzrhythmusstörung vorlag.

Ihr Prof. Dr. Haverkamp und Team
Charité- Universitätsklinikum Berlin

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