Was ist eine TENS-Methode?

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von Gast am 21.08.2010 um 9:23 Uhr

Ist die TENS-Methode auch für chronische Schulterschmerzen geeignet? Wenn ja, wie funktioniert sie, wie komme ich
an diese Methode durch Orthopäde, Hausarzt u.a.?
Mit freundlichen Grüßen

Antworten

TENS ist sehr hilfreich bei Schmerzen

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Wie TENS wirkt wurde hier schon sehr ausführlich erklärt.
Ich möchte noch hinzufügen, wie man TENS verschrieben bekommt.

Mich hatte seinerzeit ein Orthopäde zu einer Schmerztherapeutin (Anästhesiologie) überwiesen.

Dort wurde mir ein TENS-Gerät verschrieben, das ich durch die gesetzliche KV noch bewilligen lassen musste.
Nach einer Zeit wurde mir das Gerät von einem Hersteller gesandt und ich setzte die Elektroden gem. Anleitung auf die Punkte, die die Ärztin individuell auf mein Problem an bestimmten Punkten eingezeichnet hatte (es gab eine Zeichnung Zudem bot der Hersteller an, das ein Mitarbeiter vorbei kommt und mich in das Gerät einführt.

Die Krankenkassen mieten das Gerät vorerst, können es langfristig aber auch für den Patienten kaufen.
Die Elektroden (halten nur ca. 4 Wochen) bekomme ich auf Rezept dann auch von meinem Hausarzt, das ich beim Hersteller einlösen kann. Die Batterien muss man aber selbst bezahlen (habe mir wiederaufladbare besorgt).
Tagtägliche Anwendung ist ein Muss, dann bringt es auch den gewünschten Erfolg.

Mir hat es aus großen Schmerzen heraus geholfen!

Tens Methode

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Hallo folgende allgemeine Information zur TENS Methode:
Für einen optimalen Erfolg der TENS-Therapie ist die richtige Elektrodenposition Voraussetzung. Um diese zu finden, ist manchmal viel Zeit und Geduld erforderlich.
Die Lage der Elektroden sollte sich hauptsächlich nach der Schmerzlokalisation, der segmentalen Schmerzausstrahlung, dem Verlauf betroffener Nerven sowie der Lage von Trigger- oder Akupunkturpunkten richten.
Von weiterer Bedeutung ist die zu behandelnde Krankheitsart. Bei der konventionellen TENS werden vorzugsweise oberflächige sensorische Nervenäste stimuliert:
-Elektrodenlage direkt über oder in der unmittelbaren Nähe des Schmerzgebietes bzw. Einkreisen des Schmerzareals mit 4 Elektroden oder von beiden Seiten, evtl. auch mit Aluminiumstreifen
-Elektrodenlage über dem peripheren Nerv (Hauptnervenstamm), der das Schmerzgebiet versorgt
-Elektrodenlage im zugehörigen Segment, wobei eine Elektrode (Kathode) neben der Wirbelsäule, die andere im entsprechenden schmerzhaften Dermatom plaziert wird
-Elektrodenlage über Trigger- bzw. im Segment liegende Akupunkturpunkte (z. B. eine Elektrode (Anode) über dem schmerzhaften Triggerpunkt, die andere über dem Schmerzgebiet)
-Elektrodenlage im selben Segment auf der gegenüberliegenden gesunden Seite, wenn das Behandlungsgebiet zu empfindlich ist (z. B. bei mancher Gesichtsneuralgie) oder wenn die normale Elektrodenlage zu keinem Erfolg führte. Auch die beidseitige Elektrodenplazierung hat bei einseitigem Schmerz oft günstige Wirkungen
Die Körperoberfläche des Menschen ist in Segmente oder Dermatome aufgeteilt. Die Segmente beginnen im Bereich der Wirbelsäule am Austritt der Nerven aus dem Wirbelkanal und folgen dem Nervenverlauf.
Trigger-Punkte sind Punkte in der Muskulatur die besonders schmerzhaft auf Druck reagieren. Oft sind solche Punkte mit Muskelverhärtungen verbunden. Akupunkturpunkte sind die Punkte, in die bei der Akupunkturbehandlung die Nadeln eingestochen werden.
Sensorische Nerven sind Nerven die Sinnesreize (Druck, Kälte, Wärme usw.) an das Gehirn weiterleiten. Motorische Nerven sind Nerven die "Bewegungsaufträge" vom Gehirn an die Muskulatur weiterleiten.
Ein peripherer Nerv ist ein Nerv der von der Wirbelsäule abgeht oder zur zur Wirbelsäule hinführt.

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